Die Europäische Union und das Vereinigte Königreich haben am Freitag formelle kartellrechtliche Untersuchungen gegen den Kleinanzeigendienst Marketplace von Facebook angekündigt, wobei Großbritannien auch seinen Online-Dating-Dienst untersucht.

Die Untersuchungen des Social-Media-Riesen unter der Leitung von CEO Mark Zuckerberg wurden von der Europäischen Kommission, dem EU-Kartellamt und der britischen Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) angekündigt illegale Vorteile für das eigene Angebot.

Die EU sagte, ihre Untersuchung werde „bewerten, ob Facebook seinen Online-Kleinanzeigendienst ‚Facebook Marketplace‘ unter Verstoß gegen die EU-Wettbewerbsregeln an sein soziales Netzwerk bindet“.

Die für Wettbewerbspolitik zuständige Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Margrethe Vestager, sagte: „Facebook wird monatlich von fast 3 Milliarden Menschen genutzt, und fast 7 Millionen Unternehmen werben insgesamt auf Facebook. Facebook sammelt riesige Datenmengen über die Aktivitäten der Nutzer seines sozialen Netzwerks und darüber hinaus, um gezielt Kundengruppen anzusprechen. Wir werden uns eingehend damit befassen, ob diese Daten Facebook insbesondere im Bereich der Online-Kleinanzeigen einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil verschaffen, wo Menschen täglich Waren kaufen und verkaufen und wo Facebook auch mit Unternehmen konkurriert, von denen es Daten sammelt. In der digitalen Wirtschaft von heute sollten Daten nicht wettbewerbsverzerrend verwendet werden.“

Die CMA sagte, sie werde auch die Rolle von Facebook beim Online-Dating über Facebook Dating untersuchen, einen Dating-Profildienst, der 2020 in Europa eingeführt wurde.

„Wir beabsichtigen, die Verwendung von Daten durch Facebook gründlich zu untersuchen, um zu beurteilen, ob seine Geschäftspraktiken ihm einen unfairen Vorteil in den Bereichen Online-Dating und Rubrikanzeigen verschaffen“, sagte CMA-CEO Andrea Cocelli. „ Ein solcher Vorteil kann den Erfolg konkurrierender Unternehmen, einschließlich neuer und kleinerer Unternehmen, erschweren und die Auswahl der Kunden einschränken. Wir werden bei der Untersuchung dieser Probleme eng mit der Europäischen Kommission zusammenarbeiten und unsere Koordination mit anderen Agenturen fortsetzen, um diese globalen Probleme anzugehen.“

Ein Facebook-Sprecher sagte, seine Marketplace- und Dating-Dienste „arbeiten in einem hart umkämpften Umfeld mit vielen großen etablierten Unternehmen. Wir werden weiterhin uneingeschränkt bei den Ermittlungen zusammenarbeiten, um zu zeigen, dass sie unbegründet sind.“

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